Aflatoxine

Aflatoxine sind eine Gruppe natürlich vorkommender Schimmelpilzgifte (Mykotoxine), die in verschiedenen Arten des Gieskannenschimmels (Aspergillus) vorkommen. Sie gehören zu den stärksten Krebs erzeugenden (karzinogenen) natürlichen Substanzen. Aus diesem Grund sind sowohl in der Lebensmittel- als auch in der Futtermittelindustrie klare Grenzwerte für den Aflatoxin-Gehalt definiert.

 

Bekannt wurden die Aflatoxine als "Fluch der Pharaonen" und Verursacher zunächst rätselhafter Todesfälle von Altertumsforschern um den britischen Ägyptologen Howard Carter (*1874, +1939), bei denen fünf Personen unter ähnlichen Symptomen zu Tode kamen. Carter hatte mit weiteren Altertumsforschern 1922 die Grabstätte des Tut-Anch-Amun geöffnet und dabei offensichtlich Schimmelpilzsporen von Aspergillus flavus eingeatmet, die von den zahlreichen Lebensmitteln stammten, die dem jungen Pharaonen als Grabbeigaben beigegeben waren. Auch die Sporen der Schimmelpilze enthalten hohe Aflatoxin-Konzentrationen.

 

Da die verursachenden Aspergillus-Arten sehr wärmeliebend sind, kommen die entsprechenden Schimmelpilze bei Umgebungstemperaturen ab 25 bis über 40°C am häufigsten vor. Sie besiedeln unter anderem Getreide und Getreideerzeugnisse, Früchte, Nüsse, Gewürze und Gewürzzubereitungen sowie Speiseöle.

 

 

Vorkommen und chemische Struktur

Von den natürlich vorkommenden Aflatoxinen B1, B2, G1, G2, M1 und M2 ist das Aflatoxin B1 das wirksamste. Es liegt im reinen Zustand unter Normalbedingungen als blauer, kristalliner Feststoff vor, der eine blau-violette Fluoreszenz aufweist. Das Gift wurde zuerst im Gelben Gießkannenschimmel (Aspergillus flavus) gefunden, kommt aber auch in Aspergillus parasiticus vor. Die genannten Schimmelpilzarten gedeihen bei optimalen Wachstumsbedingungen, wie Wärme und Feuchtigkeit, auf Lebensmitteln (Reis, Pistazien, Paranüsse, Mandeln, Haselnüsse und Erdnüsse, Pfeffer, Muskatnuss, Paprikapulver, Trockenfrüchte, Speiseöle usw.) Auch durch die Milch von Säugetieren (Kühe, Schafe, Ziegen, Mensch) können Aflatoxine in die menschliche Nahrungskette gelangen, wenn den Säugetieren zuvor verschimmeltes Futter dargereicht wird. Der Organismus metabolisiert dabei die Aflatoxine B1 und B2 zu den Aflatoxinen M1 und M2.

Die wichtigsten natürlich vorkommenden Aflatoxine

Aflatoxin B1

C17H12O6

Molare Masse: 312,27 g*mol-1

Aflatoxin B2

C17H14O6

Molare Masse: 314,29 g*mol-1

 

Aflatoxin M1

C17H12O7

Molare Masse: 328,27 g*mol-1

Aflatoxin M2

C17H14O7 

Molare Masse: 330,29 g*mol-1

Aflatoxin G1

C17H12O7

Molare Masse: 328,27 g*mol-1

Aflatoxin G2

C17H14O7

Molare Masse: 330,29 g*mol-1

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